Schwachgasbehandlung - Machbarkeitsstudie
für die Verwertung und Entsorgung des Deponiegases auf der Deponie Grötzingen

Auftraggeber

Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe, Werner-von-Siemens-Straße 2-6, 76646 Bruchsal

Zielsetzung

Das auf der Deponie Grötzingen anfallende Deponiegas wird über Gasbrunnen erfasst und in einer Hochtemperatur-Fackel verbrannt. Aufgrund rückläufiger Gasmengen und Methankonzentrationen ist ein dauerhaft stabiler Betrieb der Hochtemperatur-Fackel nicht mehr möglich. In einer Machbarkeitsstudie werden Maßnahmen und Techniken beschrieben, die auch unter den ungünstigen herrschenden Bedingungen eine dauerhaft stabile und gesicherte Entsorgung und / oder Verwertung des Deponiegases ermöglichen.

Leistungsumfang

Folgende Techniken und Maßnahmen zur Deponiegasfassung, -entsorgung und -verwertung wurden für einen möglichen Einsatz auf der Deponie Grötzingen geprüft:

  • Mikrogasturbine
  • Zündstrahlmotor
  • Modifizierte Hochtemperatur-Fackel
  • Schwachgasfackel
  • Kohlenwasserstoff-Converter
  • VocsiBox®
  • Biofilter
  • Maßnahmen zur Ertüchtigung und Optimierung der Deponiegasfassung

Einige Lösungen konnten ausgeschlossen werden, u. a. da für eine Deponiegasverwertung keine Infrastruktur vorhanden ist. Für den weiteren Betrieb kommen jedoch auch mehrere Techniken und Maßnahmen in Frage.

Realisierung:  Machbarkeitstudie: März 2008, Realisierung vorgeschlagener Maßnahmen: noch offen

Resümee:

Aufgrund der Rahmenbedingungen für die Entgasung der Deponie Grötzingen und die zu erwartende Entwicklung der Gasmenge konnten verschiedene Techniken und Maßnahmen für den weiteren Betrieb der Gasfassung und Entsorgung benannt werden. Dabei sind zunächst die Maßnahmen zur Ertüchtigung und Optimierung der Deponiegasfassung durchzuführen und die Ergebnisse daraus zu bewerten, bevor größere Investitionen für neue Techniken getätigt werden.

weitere Referenzen:

Von der Ingenieurgruppe wurde u. a. für die Deponie Dreieich-Buchschlag eine Variantenstudie für die Verwertung und Entsorgung rückläufiger Deponiegasmengen erstellt.